Praxis VoigtländerDr. med. Uwe Voigtländer
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Glossar

Hausarztzentrierte Versorgung

In der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) übernehmen Hausärztinnen und Hausärzte als Spezialisten für den ganzen Menschen die Koordination der medizinischen Versorgung. Der Hausarzt kennt das häusliche, familiäre und berufliche Umfeld seiner Patienten über lange Zeit. Bei ihm laufen alle wichtigen Befunde und Berichte von Fachärzten und aus den Krankenhäusern zusammen. So ist der Hausarzt in der Lage, zusammen mit seinem Patienten zu entscheiden, welche medizinischen Behandlungen im konkreten Fall notwendig sind. Unnötige Untersuchungen oder Arzneimittelverordnungen, die nicht zueinander passen, können so vermieden werden.

Wegen der fortschreitenden Spezialisierung in der Medizin gibt es inzwischen für viele Beschwerden und jede Krankheit ausgewiesene Experten, die sich ausschließlich in ihrem spezifischen Fachgebiet auskennen. Als Patient kann man dabei allzuleicht den Überblick verlieren und braucht einen „Lotsen“, der vertrauensvoll durch den Dschungel des Gesundheitswesens führt und zentral für den Patienten ansprechbar ist.

Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und die HZV eingeführt. Die Teilnahme an der HZV, die inzwischen von den meisten Krankenkassen – z. B. als „Hausarztprogramm“ – angeboten wird, ist freiwillig, hat aber für Sie als Patient viele Vorteile.

Mehr Details finden Sie auf der Seite des Hausärzteverbands Braunschweig

Das EKG

Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht. Über das herzeigene elektrische Leitungssystem aus spezialisierten Herzmuskelzellen läuft sie zu den übrigen Herzmuskelzellen. Diese elektrischen Spannungsänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche messen und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es ergibt sich ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Gesundheit des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt.

Das EKG ist ein schmerzloses, nicht eingreifendes (nicht-invasives), jederzeit wiederholbares Untersuchungsverfahren.

Aus dem EKG können Herzfrequenz, Herzrhythmus und der Lagetyp (elektrische Herzachse, vgl. Cabrerakreis) bestimmt und die elektrische Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern abgelesen werden. Für die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen wie Extraschlägen (Extrasystolen) und Störungen der Erregungsleitung und -ausbreitung (z. B. Schenkelblock und AV-Block) ist das EKG ebenso unverzichtbar wie zur Erkennung eines Herzinfarktes. Störungen der Erregungsrückbildung (Repolarisation) können zu sogenannten Kammerendteilveränderungen (Veränderungen der ST-Strecke oder der T-Welle) führen, die Aktivität eines Herzschrittmachers stellt sich als sehr schmaler, senkrechter Strich (Spike) dar.

Das EKG kann auch Hinweise auf eine Verdickung der Herzwand (Hypertrophie des Myokards), eine abnorme Belastung des rechten oder linken Herzens, Entzündungen von Herzbeutel (Perikarditis) oder Herzmuskel (Myokarditis) sowie Elektrolytstörungen und unerwünschte Arzneimittelwirkungen liefern.

Bezüglich der meisten Diagnosen liefert das EKG nur Hinweise und darf nicht unabhängig vom klinischen Bild beurteilt werden (z.B. Herzinfarkt, Hypertrophiezeichen, Myokarditis). Lediglich bei Störungen des Herzrhythmus oder der Erregungsleitung kann man aus dem EKG allein meist schon eine klare Diagnose stellen.

Das Belastungs-EKG

Bei der Ergometrie wird üblicherweise entsprechend WHO-Schema der Patient definiert belastet. Dies wird verwendet, um das maximale Belastungsniveau sowie den Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz unter Belastung zu bestimmen. Des Weiteren können belastungsinduzierte Herzrhythmusstörungen sowie Erregungsrückbildungsstörungen provoziert und dokumentiert werden. Abgebrochen werden sollte das Belastungs-EKG, wenn der Blutdruck zu hoch ansteigt, bei fehlendem Blutdruckanstieg und Blutdruckabfall, bei allgemeiner Erschöpfung (Schwindel, Atemnot, Schmerzen in den Beinen, etc.) und wenn der maximale Puls erreicht ist (Formel zur Berechnung: 220 – Lebensalter). Blutdruck und Puls sollten auch nochmal nach einer Erholungsphase gemessen werden.

Die Lungenfunktion (Spirometrie)

Die Spirometrie ist ein medizinisches Verfahren zur Messung und Aufzeichnung des Lungen- bzw. Atemvolumens und der Luftflussgeschwindigkeiten zur Beurteilung der Lungenfunktion. Die Spirometrie ist ein in unserer Praxis häufig eingesetztes Verfahren zur Beurteilung, ob ein Asthma bronchiale oder eine chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) vorliegt

Dabei können das gesamte Lungenvolumen und einzelne Teile sowie seine Änderungen im Laufe des Atemzyklus bestimmt werden. Diese so genannten Ventilationsgrößen können z. B. mittels Spirometer gemessen werden.

Die Sonographie

Sonografie (Sonographie), auch Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin .

Ein wesentlicher Vorteil der Sonografie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie bei Ungeborenen werden nicht beschädigt, die Untersuchung verläuft schmerzfrei.

Die Sonografie ist das wichtigste Verfahren bei der Differentialdiagnose eines akuten Abdomens, bei Gallensteinen oder bei der Beurteilung von Gefäßen und deren Durchlässigkeit, vor allem an den Beinen (Duplexsonographie). Weiterhin wird sie standardmäßig bei uns zur Untersuchung der Schilddrüse, der Nieren, der Harnwege und der Harnblase benutzt. Mit Ultraschall können krebsverdächtige Herde erkannt und erste Hinweise auf ihre Bösartigkeit gewonnen werden.

Die Duplexsonographie wenden wir an, wenn der Verdacht auf Durchblutungsstörungen in den Beinen besteht. Dabei wird der an den Fußarterien messbare Blutdruck mit dem Blutdruck an den Armen verglichen.

Labordiagnostik

In unserer Praxis wird den Patienten von Montag bis Freitag Blut entnommen und zur Untersuchung in Speziallaboratorien geschickt. Spezielle Laboruntersuchungen zur Diagnostik eines akuten Herzinfarktes oder einer Lungenembolie führen wir sofort in unserm Labor durch. Stellt das auswärtige Labor bei einer Analyse schwerwiegende Auffälligkeiten fest, so werden wir per Telefon oder Fax am gleichen Tag benachrichtigt. Urinanalysen führen wir ebenfalls in unserm Labor durch, nur spezielle Fragestellungen (z.B. Keimanalysen, Resistenzprüfungen) leiten wir an das Speziallabor weiter.

Therapie mit Antioxidantien

In unserer schnelllebigen Zeit kommt es immer öfter vor, das wir unsern Körper nicht mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen, sei es, dass wir uns mangelhaft ernähren (fast food), sei es, dass unsere Nahrungsmittel nicht mehr genügend Vitamine und Spurenelemente enthalten. Diese Vitamine sind für unsern Körper überlebenswichtig, weil sie in zahlreiche Stoffwechselprozesse eingebunden sind und weil sie den oxidativen Stress abbauen. Was bedeutet das? Bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen kommt es zur Bildung von sog. Freien Radikalen im Körper, das sind sauerstoffhaltige Moleküle, die gefährlich instabil sind, weil ihnen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Sie sind unvollständig. Also suchen sie nach einem passenden Elektron, um wieder vollständig zu werden.

Aggressiv entreisst es dem nächstbesten intakten Molekül (z. B. Molekülen der Zellmembran, Proteinen oder der DNA) das von ihm benötigte Elektron. Dieser Elektronen-Raub wird Oxidation genannt. Da Oxidationen – sobald sie das erträgliche Ausmaß übersteigen - den Körper belasten, spricht man von oxidativem Stress.

Dem bestohlenen Molekül fehlt nun seinerseits ein Elektron. So wird es nun selbst ebenfalls zum freien Radikal und begibt sich auf die Suche nach einem Opfer, dem es ein Elektron rauben könnte. Auf diese Weise wird eine gefährliche Kettenreaktion in Gang gesetzt. Hohe Konzentrationen von freien Radikalen können folglich zahllose Kettenreaktionen auslösen, was letztendlich zu einem hohen Mass an oxidativem Stress und somit zu den folgenden massiven Schäden im Körper führen kann:

  • Eingeschränkte Zellfunktionen oder Zelltod durch Membranschäden
  • DNA-Schäden mit der Folge einer unkontrollierten Zellteilung (Entstehung von Krebs)
  • Inaktivierung von Enzymen
  • Verminderte Bildung körpereigener Eiweisse

Vitamine nun geben diesen aggressiven Molekülen ein Elektron, so dass das Gleichgewicht dieses Atoms wieder hergestellt ist und der oxidative Stress verhindert wird.

Deswegen ist es extrem wichtig, unsern Körper in ausreichender Menge mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, um diese gefährliche Oxidation zu verhindern. Ein Beispiel der Auswirkungen dieser Mangelversorgung ist eine Zunahme der Katarakte (grauer Star des Auges) in den letzten Jahren. Da wo „freien Radikale“ und Licht aufeinander treffen (nämlich in der Linse unseres Auges), laufen bei Mangel an „Antioxidantien“ heftige Oxidationsvorgänge ab, welche zu einer Vernetzung der Eiweißstrukturen der Linse führen und damit zum Entstehen des „grauen Stars“.

Radiale Stoßwellentherapie

Ursprünglich wurde die Stoßwellentherapie eingesetzt zur Zertrümmerung von Nierensteinen. Es handelt sich um mechanische Druckwellen, die man heute mehr und mehr bei orthopädischen Leiden einsetzt:

  • Tennisellenbogen
  • Fersensporn
  • Verkalkungen am Schultergelenk

Die Behandlung dient in erster Linie dazu, Schmerzen zu reduzieren, indem der Muskeltonus und der Zellstoffwechsel verbessert wird und dadurch Regenerationsprozesse in Gang gesetzt werden.

Kaltlufttherapie

Kälte dient seit alters her dazu, Entzündungsvorgänge und Schwellungen zu therapieren. In der modernen Medizin setzen wir auf -30° C abgekühlte Luft ein, um Arthrosen, Schleimbeutelentzündungen, Prellungen, Verstauchungen zu behandeln.

Schon bei der ersten Behandlung verspürt der Patient die schmerzlindernde und abschwellende Wirkung dieser Therapie.

Lasertherapie

Die Lasertherapie ist eine Behandlung mit energiereichen Lichtwellen, wodurch hohe Lichtmengen in das Gewebe eingebracht werden, die dort heilungsfördernde und schmerzstillende Wirkung entfalten. Besonders bewährt hat sich diese Therapieform bei Arthrosen im Schulter- und Kniegelenksbereich, beim Tennisellenbogen und Sehnenscheidenentzündungen.

Reizstrom

Dem Gewebe wird über zwei getrennte, sich überkreuzende Stromkreise mittelfrequenter Strom zugeführt, der in der Tiefe des Gewebes einen Reiz bewirkt, der schmerzstillend und muskellockernd wirkt. Anwendungsgebiete sind Schmerzzustände an der Wirbelsäule, an den großen Gelenken, z.B. auch am Ellenbogengelenk.